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Erkrankungen an der Netzhaut

Diabetische Retinopathie

Zur Behandlung der diabetischen Netzhauterkrankung gibt es, je nach Stadium, verschiedene Ansätze. Allen gemein ist jedoch, dass ein hinreichender Behandlungserfolg nur dann zu erreichen ist, wenn die Diabetes als Grunderkrankung richtig und konsequent therapiert wird.

Eine wirkliche „Heilung“ der diabetischen Netzhauterkrankung ist, genauso wenig wie eine Heilung des Diabetes selbst, zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Dennoch lässt sich oftmals durch verschiedene Behandlungsmaßnahmen und eine gute Einstellung der Krankheit eine Besserung der Gefäßschäden oder doch zumindest ein Stillstand der Erkrankung erreichen. Allgemein gilt der Grundsatz: Je früher die diabetische Netzhauterkrankung erkannt wird, und je eher die Behandlung einsetzt, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Durch eine konsequente Diabetestherapie lässt sich die Entstehung einer diabetischen Augenerkrankung meist wirkungsvoll verhindern. Sind dennoch Netzhautveränderungen und/oder eine Verschlechterung der Sehschärfe festgestellt worden, bieten sich je nach Befund verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Allen Therapieansätzen ist jedoch gemein, dass sie ohne eine hinreichende Therapie der Grunderkrankung, der Diabetes selbst, nur selten dauerhafte Erfolge bringen können.

Vorsorge

Die erfolgreiche Behandlung der diabetischen Retinopathie hängt von der frühen Entdeckung der Erkrankung und der konsequenten Diabetestherapie ab. Wenn der Patient rechtzeitig beim Augenarzt erscheint, kann in den meisten Fällen die Behandlung ein Fortschreiten und damit einen Sehverlust verhindern. Da die diabetischen Augenerkrankungen lange fortschreiten können ohne wesentliche Beschwerden zu verursachen, sollte der Diabetiker grundsätzlich mindestens einmal im Jahr zum Augenarzt gehen. Sollten sich Anzeichen einer diabetischen Augenerkrankung zeigen, sollten die Untersuchungen in kürzeren Zeitabständen wiederholt werden.

Makulaödem (Schwellung der Netzhautmitte):

Eine Anschwellung der Netzhautmitte kann unterschiedliche Ursachen haben (z.B. eine zentral seröse Chorioretinopathie, meist durch Stress oder hochdosiertes Kortisoneinnahme, Makuladegeneration, Netzhautgefässverschlüsse (Netzhautthrombose), oder Diabetische Retinopathie)

Sollte eine Schwellung der Netzhautmitte vorliegen ("Makulaödem") kann ebenfalls durch eine sehr milde Laserbehandlung der Netzhauitmitte, oftmals auch in Kombination mit einer intravitrealen Medikamenteneingabe, eine Besserung bis Abheilung der Netzhaitschwellung erzielt werden. Der Rückgang der Netzhautschwellung wird mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) oder Fluoreszenzangiographie Verlaufsdokumentiert.

Gefässverschlüsse der Netzhaut (Thrombose):

Bei dieser Erkrankungen entsteht ein Sauerstoffmagel der Netzhaut und das Auge versucht kompensatorisch neue Gefässe auf der Netzhaut aber auch im Kammerwinkel zu bilden. Diese neugebildeten Gefässe sind jedoch sehr gefährlich und können zu Einblutungen im Auge, Netzhautablösung oder zum grünen Star führen ("sekundär Glaukom bei Rubeosis Iridis").

Eine Laserbehandlung der Netzhautperipherie senkt den Sauerstoffbedarf der Netzhaut durch die eintretende Vernarbung und die neuartigen ungünstigen Gefässe bilden sich meist zurück.

Netzhautablösung (Amotio Retinae):

Als Netzhautablösung bezeichnet man die Ablösung der inneren Anteile der Netzhaut des Auges von ihrer Versorgungsschicht, dem retinalen Pigmentepithel. Sie stellt einen Augenärztlichen Notfall dar, da in den meisten Fällen eine Progression Richtung Sehzentrum stattfindet, welche das Ausmaß des nötigen Eingriffs erhöht und die Prognose der endgültig erhaltbaren Sehkraft mit Erreichen des Sehzentrums radikal verschlechtert.

Typische Symptome sind das Sehen von Blitzen, das plötzliche Auftreten von dichten schwarzen oder roten Flecken im Gesichtsfeld (Rußregen) als Folge einer mit dem Netzhautriss einhergehenden Blutung sowie vorhangartige Gesichtsfeldeinschränkung, wenn die Netzhautablösung größere Ausmaße erreicht hat.

Jedoch kann das Ablösen auch völlig ohne Symptome geschehen, und erst bei Erreichen der Makula sichtbar werden. Beispielsweise durch eine verzerrte Darstellung (Metamorphopsien), vergleichbar mit einem Fehler in einem Glas.

Bei Fortbestehen einer vollständigen Ablösung der Netzhaut tritt eine Erblindung des betroffenen Auges ein. Eine Netzhautablösung muss meist operativ behandelt werden.

Behandlungsmöglichkeiten von Netzhauterkrankungen:

Laserbehandlung:

Bei diabetischer Retinopathie oder Gefässverschlüssen der Netzhaut:

Bei diesen Erkrankungen entsteht ein Sauerstoffmagel der Netzhaut und das Auge versucht kompensatorisch neue Gefässe auf der Netzhaut aber auch im Kammerwinkel zu bilden. Diese neugebildeten Gefässe sind jedoch sehr gefährlich und können zu Einblutungen im Auge, Netzhautablösung oder zum grünen Star führen ("sekundär Glaukom bei Rubeosis Iridis").

Eine Laserbehandlung der Netzhautperipherie senkt den Sauerstoffbedarf der Netzhaut durch die eintretende Vernarbung und die neuartigen ungünstigen Gefässe bilden sich meist zurück.

Sollte eine Schwellung der Netzhautmitte vorliegen ("Makulaödem") kann ebenfalls durch eine sehr milde Laserbehandlung der Netzhauitmitte, oftmals auch in Kombination mit einer intravitrealen Medikamenteneingabe, eine Besserung bis Abheilung der Netzhaitschwellung erzielt werden. Der Rückgang der Netzhautschwellung wird mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) oder Fluoreszenzangiographie Verlaufsdokumentiert.

Bei Netzhautlöchern zur Verhinderung einer Netzhautablösung:

Es gibt unterschiedliche Ursachen, bei denen Löcher und/oder Risse in der Netzhaut (Retina) entstehen. Die Löcher oder Risse kann man mit einem Laser veröden und mit der dahinterliegenden Aderhaut „verschweißen“. Dadurch verhindert man, dass Flüssigkeit vom Glaskörper unter die Netzhaut gelangt und diese sich abhebt.

Medikamentös:

Bei einer feuchten altersbedingten Maculadegeneration (AMD) bilden sich neu Blutgefäße an der Stelle des schärfsten Sehens und die Netzhaut schwillt an. Um die Blutgefäßbildung zu stoppen und die Schwellung zu reduzieren, wird mit einer Spritze ein Medikament direkt ins das Auge gespritzt (intravitreale Injektion). Somit kann das Medikament direkt im Auge wirken und verursacht viel geringere Nebenwirkungen als bei Tabletteneinnahme oder bei Augentropfen. Durch diese Behandlung versucht man die Sehschärfe zu erhalten.

Operativ:

Bei andauernder Blutung in den Glaskörper oder einer Netzhautablösung mit Membranbildung ist eine Entfernung des Glaskörpers mit Ausschälung des Blutes angezeigt. Der Glaskörper wird durch Gas oder Silikonöl ersetzt, um die Netzhaut wieder zu befestigen, da sie nur durch den Druck des Glaskörpers in ihrer Lage gehalten wird. Während der Operation wird in der Regel auch eine Lasertherapie durchgeführt.